Gebrauchtwagenkauf – Augen auf beim Besichtigungstermin

Gebrauchtwagenkauf
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Wenn man bedenkt, dass ein Neuwagen bereits im ersten Jahr seiner Zulassung ein Viertel an Wert verliert, wird klar warum sich viele lieber für einen Gebrauchtwagen entscheiden. Egal ob man einen Jahreswagen oder ein älteres Fahrzeug sucht, Informationen zu Modellreihen findet man auf zahlreichen übersichtlichen Plattformen im Internet. Hier kann man sich nicht nur über technische Details und Ausstattungsmerkmale informieren, sondern mit Hilfe der praktischen Suchmaske gezielt nach Fahrzeugen suchen. Hat man erst einmal das Auto seiner Träume entdeckt, gilt es beim Verkäufer nachzufragen ob das KFZ überhaupt noch zu haben ist. Manche Verkäufer nehmen Fahrzeuge, die bereits den Besitzer gewechselt haben, nämlich erst mit Zeitverzögerung aus der Datenbank. Am besten macht man sich einen Besichtigungstermin zu einem Zeitpunkt aus, wo gute Lichtverhältnisse herrschen. Außerdem zahlt es sich aus, eine Vertrauensperson mitzunehmen, schließlich sehen vier Augen bekanntlich mehr als zwei.

Check der Karosserie

Für Laien ist es schwierig, mit Sicherheit auszuschließen dass der zum Verkauf stehende Wagen einen Unfall hatte. Sieht man sich den Lack genau an, kann man jedoch Indizien dafür entdecken, dass Arbeiten an der Karosserie vorgenommen wurden. Weicht die Wagenfarbe an einem Teil vom Rest des Autos ab, sollte man Vorsicht walten lassen. Außerdem sollte man testen, ob sich sämtliche Türen sowie die Motorhaube und der Kofferraum problemlos schließen lassen. Auch ein größerer Spalt an Kotflügeln oder Stoßstangen kann darauf hindeuten, dass größere Reparaturen durchgeführt werden mussten.

Die Wagenpapiere

Normalerweise ist es selbstverständlich, dass der Verkäufer von sich aus die Wagenpapiere zur Einsicht vorlegt. Im Typenschein sollten alle Vorbesitzer eingetragen sein. Hat das zum Verkauf stehende Fahrzeug bereits mehrfach den Eigentümer gewechselt, fragt man am besten nach dem Grund. Ein Blick in das Serviceheft lohnt sich allemal. Ein Risiko beim Gebrauchtwagenkauf ist, ein Auto zu erwerben wo der Kilometerstand manipuliert wurde. Im Serviceheft sollten alle Wartungsarbeiten eingetragen sein. Anhand der vermerkten Kilometerstände beim jedem Service kann man einschätzen, ob der am Tacho aufscheinende Stand plausibel ist. Außerdem sollte man einen genauen Blick auf die Innenausstattung werfen. Weist ein Fahrzeug nur 30.000 Kilometer auf und ist der Fahrersitz schon stark beansprucht, könnte möglicherweise manipuliert worden sein.

Worauf sonst noch zu achten ist?

Egal ob man sich mit der Wagentechnik auskennt oder nicht, die Motorhaube sollte man auf jeden Fall öffnen. Oft hinterlassen Werkstätten eine Markierung, wann der letzte Ölwechsel stattgefunden hat oder andere Wartungsarbeiten wie zum Beispiel der Wechsel des Zahnriemens vorgenommen wurden. Besichtigt man ein Fahrzeug mit abgefahrenen Reifen, sollte man beim Verkäufer nachfragen, ob man sich eventuell auf neue Reifen einigen kann. Auf eine Probefahrt darf man auf keinen Fall verzichten, sofern das Auto beim optischen Eindruck einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Dabei stellt man am besten das Radio ab, um sich voll und ganz auf das Motorengeräusch konzentrieren zu können.

Im Idealfall wählt man eine Strecke, wo man das Fahrzeug im Stadtverkehr und auf der Autobahn testen kann. Manche Mängel treten nämlich erst bei höheren Geschwindigkeiten auf. Außerdem ist zu empfehlen, alle Gänge während der Probefahrt einzulegen. Am besten hält man kurz auf einem Parkplatz, um den Retourgang testen zu können. Alle Gänge müssen sich reibungslos und ohne zu ruckeln einlegen lassen. Um die Fahrspur zu testen, lässt man das Lenkrad während der Fahrt für kurze Zeit aus. Zieht der Wagen in eine Richtung, ist etwas mit dem Fahrwerk oder mit den Reifen nicht in Ordnung. Außerdem sollte man nicht darauf vergessen, die Heizung und Klimaanlage auf ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen.

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